9 TIPPS FÜR MEHR PRODUKTIVITÄT IM HOMEOFFICE

Geschrieben von: Sabrina Martens

Die aktuelle Corona-Krise hat veranlasst, dass viele ArbeitgeberInnen bezüglich des Themas Homeoffice umdenken mussten. Was vorher in vielen Unternehmen nicht möglich war, ist aktuell zu einer grundlegenden Arbeitsform geworden. Die flexible Arbeit im Homeoffice sehen viele ArbeitnehmerInnen als große Chance. Doch unter ArbeitgeberInnen herrscht oftmals noch fehlendes Vertrauen und große Angst, dass die Arbeit von zu Hause Unproduktivität mit sich bringt.

Unterschiedliche Studien und Experimente haben jedoch bewiesen, dass die Arbeit im Homeoffice die Produktivität sogar steigert. Natürlich ist das wiederum abhängig davon, wie der Arbeitsalltag im Homeoffice gestaltet wird. Deshalb haben wir in unserem Blogbeitrag 9 Tipps zusammengefasst, die für mehr Produktivität im Homeoffice sorgen!

1. Sweatpants all day long – NICHT!

Natürlich ist jede Minute Schlaf am Morgen sehr wertvoll, sodass wir uns zweimal überlegen, ob wir uns jetzt wirklich fertig machen: Dusche, Fön, Outfit aussuchen, gegebenenfalls Schminken und Co. bringen einen großen Zeitaufwand mit sich – die Jogginghose nicht. Und dennoch sollten wir uns auf unseren Arbeitstag so vorbereiten, als würden wir tatsächlich ins Büro gehen. Ein richtiges Fertigmachen signalisiert Deinem Gehirn, dass der Arbeitstag nun beginnt und ein ausgehfeines Outfit sorgt zusätzlich dafür, dass Du Dich motivierter fühlst.

2. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen

Bevor Du übereilig mit der Arbeit beginnst, solltest Du Dir selber einen Plan machen, welche Dinge Du heute erledigen wirst (nicht »möchtest«). Eine To-do-Liste sorgt nicht nur für ein besseres Zeitmanagement, sondern setzt auch Prioritäten. Wenn Du den Fokus während der Arbeit verlierst, kannst Du immer wieder einen Blick auf Deine Tagesziele werfen und zum Wesentlichen zurückkommen. Und auch am Ende des Tages wird Dir viel deutlicher, was Du alles heute geschafft hast — und kannst stolz auf Dich sein!

3. Minimalismus am Arbeitsplatz

»Ordnung ist das halbe Leben« hat meine Mutter mir schon damals gepredigt, doch als Kind konnte ich noch nicht so viel damit anfangen. Nun weiß ich, welch große Bedeutung in diesem kurzen Satz steckt. Ein aufgeräumter und geordneter Arbeitsplatz sorgt für mehr Konzentration und einen klaren Blick für die wirklich wichtigen Dinge. Natürlich solltest Du Dich an Deinem Arbeitsplatz trotzdem wohlfühlen, aber versuche einmal konkret zu hinterfragen: »Welche Funktion nimmt dieser Gegenstand ein, wozu brauche ich ihn an meinem Arbeitsplatz?« Hinzu kommt, dass auch ein unaufgeräumter Desktop Unruhe im Kopf erzeugt. Wenn es also mal Puffer auf der Arbeit gibt, nimm Dir doch vor, Dokumente, E-Mails usw. auf dem Rechner richtig zu sortieren und somit auch digital für einen cleanen Schreibtisch zu sorgen.

4. Ein geregelter Tagesablauf

Natürlich bietet die Arbeit im Homeoffice die Möglichkeit, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. Trotzdem solltest Du selbst für feste Zeiten sorgen — dazu gehören auch feste Pausenzeiten! Vor allem Menschen in kreativen Berufen lassen sich gerne vom Flow leiten — solche Phasen der Motivation sollten auch unbedingt ausgenutzt werden. Dennoch ist es wichtig, achtsam auf die eigene innere Uhr zu hören und in Tiefphasen auch einfach mal kurz zu pausieren. Ein kurzer Gang auf den Balkon, tiefes Durchatmen und einmal Strecken sorgen wieder für neue Energie. Auch eine längere Mittagspause ist unerlässlich — ein Spaziergang an der frischen Luft macht den Kopf wieder frei und oftmals kommen hierbei sogar unerwartet die besten Ideen!

5. Brainfood, bitte!

Der Weg zum Kühlschrank ist nicht weit, in den Schränken tummelt sich Schokolade und die Pizza-Variationen im Gefrierfach ähneln schon fast einem italienischen Restaurant. Die Verlockungen zu Hause sind groß, doch wir sollten immer bedenken, welche Art von Essen unserem Gehirn wirklich guttut. Nichts spricht gegen den ein oder anderen Schoki-Riegel, aber eine ausgewogene Ernährung ist essenziell für Geist und Körper und wirkt sich deutlich auf Konzentration und Produktivität am Arbeitsplatz aus. Ein ausgewogenes Frühstück — zum Beispiel Porridge mit Früchten und einer Handvoll Nüssen — ist nicht nur lecker, sondern versorgt uns mit wertvollen Vitalstoffen, verbessert die kognitive Wahrnehmung und schützt Herz und Hirn.

6. Beschenke Dich selbst

Um eine Aufgabe zu bearbeiten, die wir vielleicht schon lange vor uns hinschieben oder immer mal wieder angefangen und nicht beendet haben, gibt es einen einfachen Trick: Belohnungen einplanen. Zum Beispiel kannst Du Dir vornehmen, erst nach der Fertigstellung dieser Aufgabe, wieder einen Kaffee zu trinken oder Dir einen leckeren Snack zu gönnen. Dadurch bist Du motivierter und zielstrebiger bei der Sache, willst sie so schnell wie möglich schaffen und freust Dich schon auf Deine Belohnung danach.

7. Der Notizblock

Du kennst das sicherlich auch: Plötzlich taucht ein Gedanke im Kopf auf und Du musst permanent dran denken (»Nach Feierabend muss ich unbedingt noch das Paket zur Post bringen« oder »Der Kaffee ist leer, den darf ich später beim Einkaufen nicht vergessen«). Tipp: Schreib solche Gedanken sofort in einen Notizblock und vergiss sie danach wieder. Denn die Arbeitskapazität des Gehirns wird enorm eingeschränkt, wenn es mit To-dos und Sorgen belastet ist. Das funktioniert übrigens nicht nur während der Arbeit, sondern auch wenn Du abends aufgrund der vielen Gedanken nicht einschlafen kannst.

8. Communication is key

Stell Dir vor Du hast den ganzen Vormittag damit verbracht, eine Aufgabe zu erledigen und nun bist Du endlich damit fertig. Dann stellt sich heraus, dass Deine Kollegin an genau der gleichen Aufgabe saß und ihr parallel das Gleiche getan habt — vertane Zeit und doppelte Arbeit. Deshalb gilt wie immer: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Vorzugsweise wird die Aufgabenverteilung direkt morgens geplant und mit allen KollegInnen zusammen besprochen — zum Beispiel per »Skype for Business« oder per klassischem Facetime-Call. Der Austausch unter MitarbeiterInnen ist gerade in der jetzigen Zeit sehr wichtig, damit das Gemeinschaftsgefühl bestehen bleibt und man sich — trotz physischer Distanz – nicht isoliert führt.

9. Arbeit von Freizeit trennen

Ein letzter wichtiger Punkt besteht darin, nach Feierabend mit der Arbeit abschließen zu können. Im Homeoffice findet die Arbeit zu Hause statt — ein Ort, der eigentlich mit Freizeit verbunden wird. Um trotzdem beides voneinander zu trennen und das Gefühl von Erholung zu bewahren, ist es wichtig, die Arbeitsmaterialen nach Feierabend aus dem Sichtfeld zu räumen. Laptop, Maus, Arbeitshandy und Co. sollten nicht mehr auf der Küchenablage liegen, sondern an einem dafür vorgesehenen Platz — zum Beispiel im Schrank oder auf dem Schreibtisch im Büro.

Alles in allem können wir also festhalten, dass die Arbeit im Homeoffice mit kleinen Tipps und Tricks in jedem Fall produktiv gestaltet werden kann — es liegt allein in Deiner Hand, was Du aus der Situation machst.